125 Jahre Spar- und Bauverein eG Dortmund

Wir blicken zurück auf 125 spannende, bewegende, prägende und lebendige Jahre – in Dortmund, mit unseren Mitarbeitern und natürlich unseren Mitgliedern. Reisen Sie mit uns durch die Zeit.

1889

Das Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, kurz Genossenschaftsgesetzt oder GenG, tritt in Kraft.

Der Anfang

1893

Sparbau-Gründungsjahr

Um der Wohnungsnot in Dortmund entgegenzuwirken und Arbeitern sowie Angestellten bezahlbares und gesundes Wohnen in solidarischer Selbsthilfe zu ermöglichen, gründen Dortmunder Bürger am 4. März 1893 in der Gaststätte „Zum Schwarzen Raben“ die Spar- und Bauverein eG Dortmund. Treibende Kraft hinter der Idee: Wilhelm Unverhau.

Es geht voran

1894

Das erste Quartier entsteht

Die ersten 48 Wohnungen im heutigen Unionviertel werden fertiggestellt.

Auf Wachstumskurs

1902

Beitrittsgebühr: 300 Mark

3116 Mitglieder: So viele haben zum Jahresschluss durch Zeichnung eines Geschäftsanteils von 300 Mark ihren Beitritt erklärt - 30 Pfennig die Woche müssen die Bergarbeiter, Eisenbahn- und Postbediensteten entrichten.

Wohnen und Arbeiten

1903

Nahversorgung im Quartier

590 Wohnungen, 8 Verkaufsläden, 2 Gaststätten, 1 Bäckerei, 1 Metzgerei befinden sich mittlerweile im Bestand.

Erster Spatenstich

1914

Neubau auf dem Feld

Beginn der Arbeiten am Althoffblock in der westlichen Innenstadt Dortmunds

1000 Mauersteine kosten 19 Mark.

Wir werden größer

1918

Mehr als 2000 Wohnungen

255 Häuser mit über 2000 Wohnungen sind bisher errichtet worden; auch wenn der Erste Weltkrieg tiefe Einschnitte mit sich bringt, hinterlässt er kaum Schäden.

1920

1000 Mauersteine kosten 350 Mark.

Gemeinsam stark

1924

Genossenschaft überzeugt

9309 Mitglieder

In Feierstimmung

1929

3000 Wohnungen

Die 3000. Wohnung: Am 10. Mai wird mit einem Festakt die 3000. Genossenschaftswohnung, Neuer Graben 163, übergeben.

Genossenschaft macht Schule

1933

Gemeinnutz statt Profit

Anerkennung der Spar- und Bauverein eG als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen

Gesetz zur Sicherung der Gemeinnützigkeit im Wohnungswesen vom 14. Juli 1933: Der Wirtschaftszweig wird unter Staatswirtschaft gestellt.

Ein Kapitel endet

1935

Ein Gründungsvater stirbt

Wilhelm Unverhau stirbt.

1938

In der Reichspogromnacht findet die Judenverfolgung in Deutschland einen ersten Höhepunkt.

Kriegsfolgen

1945

Große Zerstörung

Verheerende Bilanz: Von den 4338 Wohnungen und 62 Gewerbeeinheiten der Spar- und Bauverein eG bleiben lediglich vier Häuser mit 34 Wohnungen unbeschädigt.

1949

Gründung der Bundesrepublik Deutschland

Der „Gesamtverband gemeinnütziger Wohnungsunternehmen e.V." (GGW) als Spitzenverband für die Westzonen wird am 31. März 1949 gegründet.

1950

Knapp 12 Mio. Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten werden in der Bundesrepublik und der DDR aufgenommen. In NRW sind es 1,3 Mio., ca. 10 % der Gesamtbevölkerung.

1951

Ein 4-Personen-Arbeitnehmerhaushalt verdient 342,82 DM monatlich, davon werden 46 % für Lebensmittel ausgegeben.

Mit neuem Schwung

1953

Kriegsschäden beseitigt

Wiederaufbau: Am 4. März, pünktlich zum 60. Jubiläum, verkündet der Sparbau-Vorstand stolz, dass alle Trümmer beseitigt und sämtliche Ruinen wiederaufgebaut sind.

1956

Ein 92-Liter-Kühlschrank kostet 498 DM.

1958

18 % der Privathaushalte verfügen über fließendes Warmwasser, 21 % über einen Kühlschrank, 32 % über einen E-Herd.

1959

Der erste Kochbeutel-Reis kommt auf den Markt.

1960

8 % der Deutschen haben einen eigenen Pkw.

1961

Errichtung der Berliner Mauer als hermetisch abgeriegeltes Grenzbefestigungssystem der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)

In die Jahre gekommen

1962

Altbausanierung

Start für die ersten umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den Altbauten: Verlegung der Toiletten in die Wohnungen, Einbau von Badezimmern, Vollelektrifizierung

1963

Ein 4-Personen-Arbeitnehmerhaushalt verdient 975,19 DM monatlich, davon werden 34,6 % für Lebensmittel ausgegeben; mehr als die Hälfte der Haushalte hat einen Kühlschrank.

1964

Ein Portugiese wird als einmillionster Gastarbeiter in der Bundesrepublik begrüßt.

Neue Quartiere

1965

Zeitgemäßes Wohnen

918 Wohnungen wurden seit 1961 in Sölde, Schüren und Brackel fertiggestellt. Die Spar- und Bauverein eG Dortmund bietet erstmals Ferienwohnungen an.

1966

Pillenknick: Geburtenrate nimmt stark ab.

Eine große Gemeinschaft

1967

13 115 Mitglieder

Die Spar- und Bauverein eG Dortmund wächst auf 13 115 Mitglieder mit 14 390 Genossenschaftsanteilen; zum Ende des Jahres werden 775 Altbauwohnungen für 7,4 Mio. DM saniert; 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie drei Auszubildende arbeiten für die Genossenschaft.

75 Jahre Spar- und Bauverein eG Dortmund

1968

Jubiläumsquartier Hacheney

75. Jubiläum: Der Bestand hat sich auf 8000 Wohnungen erhöht, dazu kommen knapp 700 Garagen sowie 115 gewerbliche Einheiten. Zum 75-jährigen Bestehen der Spar- und Bauverein eG werden die ersten Wohnungen speziell für Senioren in Dortmund-Hacheney bezogen.

1969

22 % der Deutschen haben einen eigenen Pkw.

1973

Anwerbestopp für Gastarbeiter infolge der Energie- und Wirtschaftskrise (1. Ölpreiskrise)

1974

Fall der Preisbindung; Supermärkte und Discounter lösen den „Tante-Emma-Laden“ ab.

Der langjährige Vorstandsvorsitzende

1975

Friedrich Wilhelm Reckermann

Friedrich Wilhelm Reckermann wird in den Vorstand berufen und übernimmt den Vorsitz von seinem Vater für viele Jahre bis zu seiner Pensionierung 2012.

1977

Im Deutschen Herbst kulminiert der RAF-Terror.

Starke Bautätigkeit

1980

228 Wohnungen im Bau

1980 werden 37 Wohnungen, 11 Altenwohnungen, 41 Einstellplätze und 18 Garagen bezogen bzw. fertiggestellt. Zudem befinden sich weitere 228 Wohnungen, 6 Altenwohnungen, 644 Einstellplätze bzw. Garagen sowie 3 gewerbliche Einheiten im Bau. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnet die Genossenschaft darüber hinaus 92 Spielplätze im Bestand.

Innerstädtisches Wohnen

1982

Neue Hauptverwaltung

Die Spar- und Bauverein eG stellt den Neubau Kampstraße/Schmiedingstraße mit 125 Mietwohnungen, 7 Ladenlokalen und Büroräumen, 1 Gaststätte sowie 529 Einstellplätzen in der Tiefgarage fertig und bezieht hier ihre neuen Büroräume.

1986

Reaktorunfall in Tschernobyl

Ausgezeichnet

1988

Farbe statt Fade

Erneut erhält die Genossenschaft einen ersten Preis im Wettbewerb „Farbige Fassaden, freundliche Umwelt, schönes Dortmund“.

88 % der Bundesdeutschen haben einen eigenen Pkw.

Gründung

1989

Gründung

Gründung der Spar- und Bauverein Betreuungs- und Verwaltungs GmbH

Öffnung der Berliner Mauer, Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland am 09. November

1990

Aufhebung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) am 01. Januar 1990 im Rahmen der Steuerreform

Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland

1998

38,7 % der Haushalte haben einen PC, 11,9 % ein Mobiltelefon.

Miteinander

2000

Nachbarschaft leben

Nachbarschaft (er)leben: Im Althoffblock wird der Nachbarschaftstreff eingerichtet. Die Stärkung des nachbarschaftlichen Lebens aller Generationen steht hier im Mittelpunkt.

Anteil Ökostrom am Strommix: 6,6 %

Eintritt in die Genossenschaft

2001

Neues Vorstandsmitglied

Am 1. Januar nimmt der heutige Vorstandsvorsitzende Franz-Bernd Große-Wilde seine Tätigkeit bei der Genossenschaft auf und wird im Jahr 2006 zum Vorstandsvorsitzenden der Genossenschaft bestellt.

110 Jahre Spar- und Bauverein eG Dortmund

2003

16 700 Mitglieder

110. Jubiläum: Die Spar- und Bauverein eG hat rund 11 500 eigene Wohnungen, mehr als 16 700 Mitglieder und ein Sparvolumen von 73 Mio. Euro. Damit gehört sie unverändert zu den größten und leistungsstärksten Wohnungsgenossenschaften in Deutschland.

2006

Novellierung des Genossenschaftsgesetzes am 18. August 2006.

Neubau

2010

Wegweisend

Ausstattung und Service, die auch im Alter ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen, und ein innovatives Energiekonzept: Mit diesen guten Eigenschaften glänzt die Neubaumaßnahme der Spar- und Bauverein eG in der Bauerstraße 3 und 5.

Aktionsplan Soziale Stadt

2011

Aktionsgemeinschaft ausgezeichnet

Das wohnungswirtschaftliche Quartiermanagement Dortmund Scharnhorst-Ost ist vorbildlich. Dies bestätigt der Preis „Soziale Stadt 2010“. Zur Kooperationsgemeinschaft Dortmund Scharnhorst-Ost gehören LEG NRW, DOGEWO21 und Spar- und Bauverein Dortmund. Unterstützt wird die Kooperation durch die Stadt Dortmund. Die Partner bündeln seit 2004 die Aktivitäten im Stadtteil und gehen übergreifende Ziele gemeinsam an.

50 Jahre Funkturm-Siedlung

2011

Ein Jubiläum wird gefeiert

Die Funkturm-Siedlung in Dortmund feiert ihren 50. Geburtstag.

Ausgezeichnet

2012

NRW-Landespreis Architektur

NRW-Landespreis Architektur: NRW-Minister Michael Groschek überreicht den Preis für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt am Generationenweg 1.

Die Vereinten Nationen rufen das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften aus. UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon begrüßt diese Entscheidung: „Genossenschaften sind eine Erinnerung an die internationale Gemeinschaft, dass es möglich ist, sowohl nach wirtschaftlicher Rentabilität als auch sozialer Verantwortung zu streben.“

2013

85,2 % der Haushalte haben einen PC, 92,7 % ein Mobiltelefon.

100 Jahre Althoffblock

2014

Ein weiteres Jubiläum

1914 errichtete die Genossenschaft in der Althoffstraße die ersten Gebäude. Ursprünglich als Mustersiedlung für Arbeiter und kleine Angestellte konzipiert, ist der heutige, denkmalwürdige Althoffblock unverändert eine allseits beliebte Wohnadresse für alle Generationen.

Nachhaltig

2015

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Abgabe der Entsprechenserklärung beim Rat für Nachhaltige Entwicklung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland. In vielen Facetten dokumentiert die Genossenschaft damit, aus welchen Gründen die gleichermaßen ökonomische, ökologische und soziale Ausgestaltung der Geschäftstätigkeit strategische Klammer ihres Handlungsspektrums ist.

Flüchtlingskrise in Europa; Deutschland nimmt 1,1 Mio. geflüchtete Menschen auf.

2016

Anteil Ökostrom am Strommix: 30 %

Die Genossenschaftsidee wird in die Repräsentative Liste des lmmateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Diese Entscheidung gibt das Internationale Komitee zur Erhaltung des lmmateriellen Kulturerbes der UNESCO am 30. November in Addis Abeba bekannt.

Verantwortung

2017

Erneute Zertifizierung

Erfolgreiche Erneuerung der Entsprechenserklärung inkl. anschließender Zertifizierung des Rats für Nachhaltige Entwicklung.

100 000. Mitglied

2017

Große Freude

Ein 24-jähriger junger Mann ist das 100 000. Mitglied, das die Spar- und Bauverein eG seit ihrer Gründung im Jahre 1893 verzeichnen darf.

125 Jahre Spar- und Bauverein eG Dortmund

2018

ENERGIE-PLUS-QUARTIER

125. Jubiläum: Einweihung des ersten Energie-Plus-Quartiers in Dortmund-Schüren.

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